© by Fabrizius
Liebe Freunde, wenn Sie Texte aus meinem Blog verwenden,
bitte geben Sie den Autor an, sonst ist es geistiger Diebstahl.
Freitag, 8. Juli 2016
Nun isses vorbei
Das Finale werden wir sehr entspannt gucken und sogar Ronaldos Gelfrisur was Positives abgewinnen.
Irgendwie wabert Island irgendwo herum.
»Huh - huh!«
Die Franzosen haben’s geklaut!
Island ist vor den Portugiesen ins Achtelfinale eingezogen und wurden schließlich von den Franzosen aus dem Turnier gekickt. Irgendwie sind sie immer noch irgendwo präsent!
»Huh - huh - huh!«
Wem wollen wir die Daumen drücken?
Gar nicht so einfach.
Sympathisch sind sie alle, und wenn ich »alle« schreibe, meine ich auch alle!
Fußball lebt von der Gegenwart. Vergessen ist das Durchgewurschtel der Portugiesen in der Vorrunde und unser verlorenes Spiel gegen die Franzosen.
Jetzt kommt ein neues Match und das heißt »Portugal gegen Frankreich«!
Natürlich sollen wir Partei ergreifen, nur so kann in einem Spiel richtig mitgefiebert werden. Ein neutraler Betrachter hat lange nicht so viel Spaß und Nervenkitzel.
Ich bin für ...
Ja für wen bin ich?
Meine Frau meinte dazu, sie wolle erst mal 10 Minuten abwarten, wer wie spielt, dann entscheidet sie, für wen sie ist.
Das kann ich nicht. Ich will das vor dem Match geregelt haben.
Die lindgrünen, Doris sagte »toilettengrünen« Trikots der Portugiesen waren ihr sowieso suspekt. Frauen sind halt anders, da spielt die Farbe auch noch eine Rolle, um Sympathien zu gewinnen.
Ich werde mich spätestens am Sonntagnachmittag für Frankreich entscheiden, definitiv!
Irgendwie wabert Island irgendwo herum.
»Huh - huh!«
Die Franzosen haben’s geklaut!
Island ist vor den Portugiesen ins Achtelfinale eingezogen und wurden schließlich von den Franzosen aus dem Turnier gekickt. Irgendwie sind sie immer noch irgendwo präsent!
»Huh - huh - huh!«
Wem wollen wir die Daumen drücken?
Gar nicht so einfach.
Sympathisch sind sie alle, und wenn ich »alle« schreibe, meine ich auch alle!
Fußball lebt von der Gegenwart. Vergessen ist das Durchgewurschtel der Portugiesen in der Vorrunde und unser verlorenes Spiel gegen die Franzosen.
Jetzt kommt ein neues Match und das heißt »Portugal gegen Frankreich«!
Natürlich sollen wir Partei ergreifen, nur so kann in einem Spiel richtig mitgefiebert werden. Ein neutraler Betrachter hat lange nicht so viel Spaß und Nervenkitzel.
Ich bin für ...
Ja für wen bin ich?
Meine Frau meinte dazu, sie wolle erst mal 10 Minuten abwarten, wer wie spielt, dann entscheidet sie, für wen sie ist.
Das kann ich nicht. Ich will das vor dem Match geregelt haben.
Die lindgrünen, Doris sagte »toilettengrünen« Trikots der Portugiesen waren ihr sowieso suspekt. Frauen sind halt anders, da spielt die Farbe auch noch eine Rolle, um Sympathien zu gewinnen.
Ich werde mich spätestens am Sonntagnachmittag für Frankreich entscheiden, definitiv!
Vorne und hinten
Ausnahmsweise kommt bei der heutigen Kolumne ein Vorspann, ein Vorwort oder Prolog. Egal wie sie es nennen wollen.
CR7 wartet schon
Erst mal was Anderes. Es ist ein netter Kerl! Basta!
Ich möchte nicht wissen, wie ich mich benehme, wenn pausenlos Kameras auf mich gerichtet wären.
Ich denke, da spielt eine gehörige Portion Neid mit.
Irgendwie mag er ja ein Arsch sein, aber ein netter Arsch ist er allemal. So viel zu Cristiano Ronaldo und aus die Maus!
Das musste jetzt mal gesagt werden.
Vorne und hinten
CR7 wartet schon
Erst mal was Anderes. Es ist ein netter Kerl! Basta!
Ich möchte nicht wissen, wie ich mich benehme, wenn pausenlos Kameras auf mich gerichtet wären.
Ich denke, da spielt eine gehörige Portion Neid mit.
Irgendwie mag er ja ein Arsch sein, aber ein netter Arsch ist er allemal. So viel zu Cristiano Ronaldo und aus die Maus!
Das musste jetzt mal gesagt werden.
Vorne und hinten
»Wer hinten Fehler macht muss vorne Tore schießen!«
Diese Fußballweisheit ist eine Ewige. Sie kann durch keine Taktik ausser Kraft und durch keine Regeländerung abgemildert werden.
Glückwunsch Frankreich
zum Einzug ins Finale!
Natürlich werden jetzt alle Fußballversteher ihren Senf dazugeben. Warum - weshalb - wieso, hätte, hätte Fahrradkette. Zu jung, zu alt, zu dick, zu dünn!
Natürlich werden jetzt alle Fußballversteher ihren Senf dazugeben. Warum - weshalb - wieso, hätte, hätte Fahrradkette. Zu jung, zu alt, zu dick, zu dünn!
Es gilt der obige Satz!
»Wer vorne keine Tore schießt, darf sich hinten keine Fehler erlauben!«
Wenn die Tore ausbleiben, muss eine Frage diskutiert werden. Warum?
Glück, Pech, Schiri, ausgerutscht, falsche Schuhe, gesoffen, gekifft, sind Ausreden, mehr nicht!
In meiner unendlichen Güte und fußballerischer Weisheit sag ich Euch, warum das so ist!
Wir haben keinen Torriecher, keinen Vollstrecker, keinen Straßenfußballer mehr im Kader.
Ein Gerd Müller sagte mal sinngemäß: »Wenn ich vorher überlege, ist die Chance vorbei!«
So gut wie mit jedem Körperteil hat der Gerd’l ein Tor gemacht.
Nun müssen wir noch ein paar Behauptungen klarstellen. und relativieren:
Mehr Ballbesitz heißt nicht gewinnen.
Viele Torchancen allein machen noch kein Tor und ein gewonnener Zweikampf ist schön und gut, irgendwann muß der Ball zappeln und zwar im Tor. Dann erst ist der Zweikampf gewonnen. Auch wenn die langen Bälle zu 100% ankommen sind sie Schall und Rauch, wenn daraus kein Tor wird.
Gut gespielt alleine ist nicht gut genug!
Da können sich die Computeranalisten auf den Kopf stellen.
Haben Sie das Spiel ganz gesehen?
Ist Ihnen was aufgefallen? Nein?
Denken Sie mal ganz scharf nach!
Es ist Ihnen nicht aufgefallen!
Aha!
Aber mir!
Antoine Griezmann zog die Bälle an wie ein Staubsauger. Wenn überhaupt, dann hatten wir einen mickrigen Handsauger.
Gewonnen hat, der, der ein Tor schießt und Frankreich schoss derer zwei!
Glückwunsch!
Donnerstag, 7. Juli 2016
Ein neues Fußball-Wort: "Packing"
Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da wurde »Kick and Rush« gespielt, was so ziemlich dasselbe ist wie »Packing«.
Das darf man nur nicht laut sagen, sonst erzürnt man die ganzen softwaregesteuerten Fußballidioten.
Von ganz hinten wurde ein langer Ball nach ganz vorne über Freund und Feind gedroschen und wenn a bisserl Glück dabei war, landete der Paß beim eigenen Stürmer, der ihn dann reinmachen konnte.
So weit so gut.
Aber das genau ist auch »Packing«! Der Unterschied ist seine computergesteuerte Auswertung. Da werden Dreiecke, Vierecke und Kreise auf den virtuellen Rasen gelegt und Spieler hin- und hergeschoben. Flugbahnen werden berechnet und Aktionsradien in allen Maßeinheiten definiert.
Das überraschende dabei, der Ball ist dann noch lange nicht dort, wo er im günstigsten Fall hingehört, nämlich ins Tor.
Gott bewahre, erst mal wird gerechnet und berechnet, Vektoren über Distanzen gelegt, Luftdruck, Gegenwind und Schuhgröße einfließen lassen, dann zappelt die Pille immer noch nicht im Netz.
Erst wenn der Packing-Sachverständige, der sicher nicht Sacherverständiger heißt, sondern so was wie »Operating-System-Manager« per »Drag and Drop«, es zulässt, passiert’s oder auch nicht.
Alldieweil nicht jedes »Packing« automatisch zu einem Tor führt, haargenau so wie beim »Kick and Rush«.
Wir kennen bei Ersterem halt die exakten Daten der Flugbahn, die Fußabdrucksflächen aller auf dem Feld befindlichen Spieler in Quadratzentimer bis drei Stellen hinter dem Komma und natürlich den Windwiderstandskoeffizienten der Gelfrisur von CR7. Nur ein Tor, das muss noch per Hand, Quatsch, per Fuß, so richtig altmodisch, analog halt, eingebuchtet werden.
Bitte bitte, lasst uns wenigstens noch ein klein wenig richtig altmodischen Fußball. Scheiß auf die Flugbahn, Hauptsache das Leder wurde reingemacht!
Für alle Software-Fuzzies, hier der Link für die Erklärungen aus Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kick_and_Rush
https://de.wikipedia.org/wiki/Packing_(Fu%C3%9Fball)
Das darf man nur nicht laut sagen, sonst erzürnt man die ganzen softwaregesteuerten Fußballidioten.
Von ganz hinten wurde ein langer Ball nach ganz vorne über Freund und Feind gedroschen und wenn a bisserl Glück dabei war, landete der Paß beim eigenen Stürmer, der ihn dann reinmachen konnte.
So weit so gut.
Aber das genau ist auch »Packing«! Der Unterschied ist seine computergesteuerte Auswertung. Da werden Dreiecke, Vierecke und Kreise auf den virtuellen Rasen gelegt und Spieler hin- und hergeschoben. Flugbahnen werden berechnet und Aktionsradien in allen Maßeinheiten definiert.
Das überraschende dabei, der Ball ist dann noch lange nicht dort, wo er im günstigsten Fall hingehört, nämlich ins Tor.
Gott bewahre, erst mal wird gerechnet und berechnet, Vektoren über Distanzen gelegt, Luftdruck, Gegenwind und Schuhgröße einfließen lassen, dann zappelt die Pille immer noch nicht im Netz.
Erst wenn der Packing-Sachverständige, der sicher nicht Sacherverständiger heißt, sondern so was wie »Operating-System-Manager« per »Drag and Drop«, es zulässt, passiert’s oder auch nicht.
Alldieweil nicht jedes »Packing« automatisch zu einem Tor führt, haargenau so wie beim »Kick and Rush«.
Wir kennen bei Ersterem halt die exakten Daten der Flugbahn, die Fußabdrucksflächen aller auf dem Feld befindlichen Spieler in Quadratzentimer bis drei Stellen hinter dem Komma und natürlich den Windwiderstandskoeffizienten der Gelfrisur von CR7. Nur ein Tor, das muss noch per Hand, Quatsch, per Fuß, so richtig altmodisch, analog halt, eingebuchtet werden.
Bitte bitte, lasst uns wenigstens noch ein klein wenig richtig altmodischen Fußball. Scheiß auf die Flugbahn, Hauptsache das Leder wurde reingemacht!
Für alle Software-Fuzzies, hier der Link für die Erklärungen aus Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kick_and_Rush
https://de.wikipedia.org/wiki/Packing_(Fu%C3%9Fball)
Dienstag, 5. Juli 2016
Die schönste Nebensache der Welt
Der Typ guckt sich kein einziges Spiel an, nicht mal Deutschland. Es
habe Besseres zu tun, als diesem Ballhinterhergerenne zuzuschauen, meint
er.
Da sind wir mittendrin in der Europameisterschaft. Alles, na ja fast alles, dreht sich um Fußball und was macht der?, wässert den Vorgarten während des Deutschlandspiels.
Ich fasse es nicht! Hat so ein Mensch Freunde?
Das ist kein durchgeknallter Intellektueller, der arbeitet in der Stadtgärtnerei und stammt zum Überfluss auch noch aus dem Ruhrpott.
Wenn Du dem was von Manuel Neuer erzählst, mein der, das sei eine Koniferenneuzüchtung. Der hat keine Ahnung.
Was soll man mit so einem reden? Auto? Fehlanzeige! Der fährt einen Saab, dabei sind die Schweden schon längst ausgeschieden.
Erst gestern in unserer Eckkneipe diskutierten wir über die Mannschaftsaufstellung zum Frankreich-Spiel. Der Jupp war wie immer Wortführer, wenn es um Fußball geht. Jupp hat den B-Schein und trainiert die Altherrenmannschaft.
Er kannte unseren Fußballmuffel noch nicht. Beide standen nebeneinander am Tresen.
Man sollte dem Mario Götze nochmal eine Chance geben, meinte Jupp, worauf ich einwand, bei so einem wichtigen Spiel sollte Jogi auf Nummer sicher gehen.
Daraufhin meldete sich unser Fußballabstinenzler zu Wort. Er könne sich überhaupt nicht vorstellen, warum man Götze nicht einwechseln sollte. Dann setzte er noch einen drauf und meinte, der Sepp Herberger würde das sicher genau so sehen.
Schlagartig wurde es still am Tresen. Kathi, die Wirtin verzapfte prompt ein 04er Pils und Jupp bekam einen Hustenanfall, weil er justament in dem Moment einen gehörigen Schluck aus seinem Weißbierglas nahm.
Der Fußballnichtversteher schaute triumphierend in die Runde, wobei seine Äuglein nach fünf Halben und drei Doppelkörnchen nicht mehr so strahlend glänzten.
Nun machte sich allgemeines Gelächter breit. Die Jungen unter uns lachten mit, obwohl sie mit dem Namen Sepp Herberger nicht allzu viel anfangen konnten und wir Älteren lachten, weil uns momentan nichts Besseres einfiel.
Unser B-Scheininhaber fasste sich als Erster und fragte zurück, wen er denn für den gesperrten Mats Hummels aufstellen würde. Als der Name Berti Vogts fiel, bestellte ich spontan eine Runde Marille.
Von unserem Fußballmuffel angetörnt, diskutierten wir nun facettenreich eine mögliche Mannschaftsaufstellung mit all den großen Namen des deutschen Fußballs.
Im Tor sollte demnach nicht Neuner oder Kahn stehen, sondern Wolfgang Fahrian. In der Verteidigung neben Berti Vogts Karl-Heinz Schnellinger und Katsche Schwarzenbeck. Als Libero war Franz Beckenbauer unumstritten, wobei auch an Fritz Walter als Option gedacht wurde.
Im Sturm sollten Uwe Seeler, Gerd Müller und Helmut Rahn agieren, auf den Außenposten Stan Libuda und Lothar Emmerich.
Wir hatten eine Mordsgaudi!
Schließlich mussten wir noch die Trainerfrage klären. Und da kam es wie aus einem Mund! Jogi Löw. Da waren wir uns alle einig. Unser Fußballmuffel raunte mir noch zu, das könne er sich statt Sepp Herberger sehr gut vorstellen. Eine bessere Hommage selbst von einem B-Scheininhaber und einem Fußballabstinenzler kann sich Jogi Löw nicht wünschen. Er ist der Größte!
Da sind wir mittendrin in der Europameisterschaft. Alles, na ja fast alles, dreht sich um Fußball und was macht der?, wässert den Vorgarten während des Deutschlandspiels.
Ich fasse es nicht! Hat so ein Mensch Freunde?
Das ist kein durchgeknallter Intellektueller, der arbeitet in der Stadtgärtnerei und stammt zum Überfluss auch noch aus dem Ruhrpott.
Wenn Du dem was von Manuel Neuer erzählst, mein der, das sei eine Koniferenneuzüchtung. Der hat keine Ahnung.
Was soll man mit so einem reden? Auto? Fehlanzeige! Der fährt einen Saab, dabei sind die Schweden schon längst ausgeschieden.
Erst gestern in unserer Eckkneipe diskutierten wir über die Mannschaftsaufstellung zum Frankreich-Spiel. Der Jupp war wie immer Wortführer, wenn es um Fußball geht. Jupp hat den B-Schein und trainiert die Altherrenmannschaft.
Er kannte unseren Fußballmuffel noch nicht. Beide standen nebeneinander am Tresen.
Man sollte dem Mario Götze nochmal eine Chance geben, meinte Jupp, worauf ich einwand, bei so einem wichtigen Spiel sollte Jogi auf Nummer sicher gehen.
Daraufhin meldete sich unser Fußballabstinenzler zu Wort. Er könne sich überhaupt nicht vorstellen, warum man Götze nicht einwechseln sollte. Dann setzte er noch einen drauf und meinte, der Sepp Herberger würde das sicher genau so sehen.
Schlagartig wurde es still am Tresen. Kathi, die Wirtin verzapfte prompt ein 04er Pils und Jupp bekam einen Hustenanfall, weil er justament in dem Moment einen gehörigen Schluck aus seinem Weißbierglas nahm.
Der Fußballnichtversteher schaute triumphierend in die Runde, wobei seine Äuglein nach fünf Halben und drei Doppelkörnchen nicht mehr so strahlend glänzten.
Nun machte sich allgemeines Gelächter breit. Die Jungen unter uns lachten mit, obwohl sie mit dem Namen Sepp Herberger nicht allzu viel anfangen konnten und wir Älteren lachten, weil uns momentan nichts Besseres einfiel.
Unser B-Scheininhaber fasste sich als Erster und fragte zurück, wen er denn für den gesperrten Mats Hummels aufstellen würde. Als der Name Berti Vogts fiel, bestellte ich spontan eine Runde Marille.
Von unserem Fußballmuffel angetörnt, diskutierten wir nun facettenreich eine mögliche Mannschaftsaufstellung mit all den großen Namen des deutschen Fußballs.
Im Tor sollte demnach nicht Neuner oder Kahn stehen, sondern Wolfgang Fahrian. In der Verteidigung neben Berti Vogts Karl-Heinz Schnellinger und Katsche Schwarzenbeck. Als Libero war Franz Beckenbauer unumstritten, wobei auch an Fritz Walter als Option gedacht wurde.
Im Sturm sollten Uwe Seeler, Gerd Müller und Helmut Rahn agieren, auf den Außenposten Stan Libuda und Lothar Emmerich.
Wir hatten eine Mordsgaudi!
Schließlich mussten wir noch die Trainerfrage klären. Und da kam es wie aus einem Mund! Jogi Löw. Da waren wir uns alle einig. Unser Fußballmuffel raunte mir noch zu, das könne er sich statt Sepp Herberger sehr gut vorstellen. Eine bessere Hommage selbst von einem B-Scheininhaber und einem Fußballabstinenzler kann sich Jogi Löw nicht wünschen. Er ist der Größte!
Sonntag, 3. Juli 2016
Uff, muss das immer auf den letzten Drücker sein?
Ja Sack’lzement!
Muss jetzt alles per Elfmeterschießen entschieden werden? Das ist ja ätzend! Dramatik hin, Dramatik her, könnt Ihr Euch bitte wieder angewöhnen die Buden in der regulären Spielzeit zu schießen! Oder geht das vor lauter Taktikkrampf nicht?
Ist ja gut, ich bin ja schon ruhig.
Ja, wir sind im Halbfinale! Der »Italienfluch« ist gebannt, Neuer ist der Größte und die Banane ist krumm.
Und dann das Geschwätz von Steffen Simon. Der stellt von seiner Kabine aus schneller Diagnosen als der Müller-Wohlfahrt vor Ort auf’m Platz. Von allen Kommentatoren wird eindeutig zu viel gelabert. Vielleicht ist es nicht mal zu viel, sondern eher Schrott.
Ich sag’s nochmal, ich fand die Claudia Neumann als Kommentatorin Spitze. Da können sich ein paar Testosteronhengste ein Beispiel nehmen.
Die Tifosi konnten während des Spiels nur per Elfmeter ein Tor schießen. Ok., der Strafstoß war berechtigt, lass ich mal so stehen.
Aber das Tor von Schweinsteiger mit dem bisserl Geschubse hätte der Viktor Kassai durchaus geben können. Sowas muss man nicht pfeifen. Trotzdem, ist akzeptiert.
Der Mehmet Scholl redete sich bei der ARD nach dem Abpfiff in Rage und irgendwie hatte er ja Recht. Viele Köche verderben den Brei, sagt man allenthalben und das gilt auch beim Fußball.
Dreierkette, Viererkette, Fahrradkette.
Jogi Löw kennt seine Spieler ganz genau, er weiß was richtig ist und er weiß, wer was umsetzen kann.
Jetzt muss ich doch nochmal zu dem »Italien-Fluch« zurückkommen. Als nüchterner Mitteleuropäer glaube ich weder an einen Fluch noch an grüne Männchen.
Da gibt es ja die tollsten Rituale. Der eine tritt immer erst mit dem linken Fuß ins Spielfeld, der andere berührt den Rasen mit der Hand, bevor er auf den Platz stürmt, ein dritter bekreuzigt sich mehrmals. Es gibt Spieler, die ziehen immer erst den rechten Schuh an.
Bastian Schweinsteiger hat gleich mehrere Marotten, wenn er bei der Nationalmannschaft ist. Er muss sowohl als Letzter aus dem Bus rauskommen, als auch als Letzter das Spielfeld betreten. Des Weiteren muss er immer weiße Schuhe tragen, sonst fühlt er sich laut eigener Aussage nicht wohl.
Ist doch nett. Ich halte nichts von solchen Spazettel, aber wenn’s hilft!
Halbfinale, toll!
Gegen wen? Heute Abend wissen wir mehr.
Irgendwie würde ich es den Isländern gönnen.
Diese erfrischende Mannschaft, die bis zum Umfallen kämpft, hat viele Fußballherzen erobert.
Nur, die fallen nicht um, die rennen und rennen. Die Franzosen müssen sich warm anziehen.
Die Paarung Wales - Portugal interessiert mich nur am Rande. Einer von beiden zieht ins Endspiel ein. Die Portugiesen haben während des Turniers als Gruppendritter noch keinen herausgespielten Sieg verbuchen können. Seltsam ist das schon.
Auch das ist Fußball.
Der große italienische Dichter Dante Alighieri (1265-1321) schloss mit den Worten:
Möge der Bessere gewinnen!«
Der sagte das natürlich auf Latein und von Fußball hatte er überhaupt keine Ahnung.
Muss jetzt alles per Elfmeterschießen entschieden werden? Das ist ja ätzend! Dramatik hin, Dramatik her, könnt Ihr Euch bitte wieder angewöhnen die Buden in der regulären Spielzeit zu schießen! Oder geht das vor lauter Taktikkrampf nicht?
Ist ja gut, ich bin ja schon ruhig.
Ja, wir sind im Halbfinale! Der »Italienfluch« ist gebannt, Neuer ist der Größte und die Banane ist krumm.
Und dann das Geschwätz von Steffen Simon. Der stellt von seiner Kabine aus schneller Diagnosen als der Müller-Wohlfahrt vor Ort auf’m Platz. Von allen Kommentatoren wird eindeutig zu viel gelabert. Vielleicht ist es nicht mal zu viel, sondern eher Schrott.
Ich sag’s nochmal, ich fand die Claudia Neumann als Kommentatorin Spitze. Da können sich ein paar Testosteronhengste ein Beispiel nehmen.
Die Tifosi konnten während des Spiels nur per Elfmeter ein Tor schießen. Ok., der Strafstoß war berechtigt, lass ich mal so stehen.
Aber das Tor von Schweinsteiger mit dem bisserl Geschubse hätte der Viktor Kassai durchaus geben können. Sowas muss man nicht pfeifen. Trotzdem, ist akzeptiert.
Der Mehmet Scholl redete sich bei der ARD nach dem Abpfiff in Rage und irgendwie hatte er ja Recht. Viele Köche verderben den Brei, sagt man allenthalben und das gilt auch beim Fußball.
Dreierkette, Viererkette, Fahrradkette.
Jogi Löw kennt seine Spieler ganz genau, er weiß was richtig ist und er weiß, wer was umsetzen kann.
Jetzt muss ich doch nochmal zu dem »Italien-Fluch« zurückkommen. Als nüchterner Mitteleuropäer glaube ich weder an einen Fluch noch an grüne Männchen.
Da gibt es ja die tollsten Rituale. Der eine tritt immer erst mit dem linken Fuß ins Spielfeld, der andere berührt den Rasen mit der Hand, bevor er auf den Platz stürmt, ein dritter bekreuzigt sich mehrmals. Es gibt Spieler, die ziehen immer erst den rechten Schuh an.
Bastian Schweinsteiger hat gleich mehrere Marotten, wenn er bei der Nationalmannschaft ist. Er muss sowohl als Letzter aus dem Bus rauskommen, als auch als Letzter das Spielfeld betreten. Des Weiteren muss er immer weiße Schuhe tragen, sonst fühlt er sich laut eigener Aussage nicht wohl.
Ist doch nett. Ich halte nichts von solchen Spazettel, aber wenn’s hilft!
Halbfinale, toll!
Gegen wen? Heute Abend wissen wir mehr.
Irgendwie würde ich es den Isländern gönnen.
Diese erfrischende Mannschaft, die bis zum Umfallen kämpft, hat viele Fußballherzen erobert.
Nur, die fallen nicht um, die rennen und rennen. Die Franzosen müssen sich warm anziehen.
Die Paarung Wales - Portugal interessiert mich nur am Rande. Einer von beiden zieht ins Endspiel ein. Die Portugiesen haben während des Turniers als Gruppendritter noch keinen herausgespielten Sieg verbuchen können. Seltsam ist das schon.
Auch das ist Fußball.
Der große italienische Dichter Dante Alighieri (1265-1321) schloss mit den Worten:
Möge der Bessere gewinnen!«
Der sagte das natürlich auf Latein und von Fußball hatte er überhaupt keine Ahnung.
Samstag, 2. Juli 2016
Von der Viererkette bis zum Sackjucken
Wer sich jetzt noch »Fussballexperte« nennt, hat einen an der Waffel. Die vermeintlichen Favoriten sind reihenweise von Underdogs nach Hause geschickt worden. Ein achtzehnjähriger stiehlt dem »FussballGRÖFAZ aller Zeiten« die Show.
Gerade deshalb lieben wir den Fußball. Nichts ist vorhersagbar.
Die Analysierungswut der Medien registriert jeden Furz und jedes Sackjucken und trotzdem ist all das billiger Palaver.
Auch wenn dutzende Kameraeinstellungen uns Fans einen Spielzug bis zum Erbrechen filettieren, so bleibt doch die eine Tatsache bestehen. Ein Foul ist ein Foul, wenn der Schiri pfeift und ein Tor ist ein Tor, wenn das Runde im Eckigen zappelt.
Was jetzt so geballt zur EM via Fernseher ins Haus flattert ist in unseren Stadien Alltag.
Dabei verwalten Spitzenclubs einen Etat von solchem Ausmaß, der würde einem Kleinstaat zur Ehre gereichen. Die Ablösesummen bewegen sich beim geeigneten Aspiranten im achtstelligen Bereich.
Woher kommt das Geld?
Ein korrupter Laden, wie die FIFA, scheißt sich um einen sauberen Fußballsport. Ein Titelgewinn macht nur dann Sinn, wenn damit ordentlich Kohle gemacht werden kann und darin ist der Weltfußballverband unschlagbar. Die mafiösen Strukturen überdauern jeden Personalwechsel.
Um so mehr ist es ein nicht erklärbares Phänomen, warum wir unseren Fußball immer noch so innig lieben.
Wer Fußball nach wissenschaftlichen Prinzipien spielen will ist früher oder später zum Scheitern verurteilt.
Unser Fußball muss wieder archaischer werden.
Auch wenn eine Viererkette per Computersimulation noch so klug agieren lernt. Einer, der um die Perfektion der Viererkette nichts weiß, wird durchkommen und das Tor machen.
Gerade deshalb lieben wir den Fußball. Nichts ist vorhersagbar.
Die Analysierungswut der Medien registriert jeden Furz und jedes Sackjucken und trotzdem ist all das billiger Palaver.
Auch wenn dutzende Kameraeinstellungen uns Fans einen Spielzug bis zum Erbrechen filettieren, so bleibt doch die eine Tatsache bestehen. Ein Foul ist ein Foul, wenn der Schiri pfeift und ein Tor ist ein Tor, wenn das Runde im Eckigen zappelt.
Was jetzt so geballt zur EM via Fernseher ins Haus flattert ist in unseren Stadien Alltag.
Dabei verwalten Spitzenclubs einen Etat von solchem Ausmaß, der würde einem Kleinstaat zur Ehre gereichen. Die Ablösesummen bewegen sich beim geeigneten Aspiranten im achtstelligen Bereich.
Woher kommt das Geld?
Ein korrupter Laden, wie die FIFA, scheißt sich um einen sauberen Fußballsport. Ein Titelgewinn macht nur dann Sinn, wenn damit ordentlich Kohle gemacht werden kann und darin ist der Weltfußballverband unschlagbar. Die mafiösen Strukturen überdauern jeden Personalwechsel.
Um so mehr ist es ein nicht erklärbares Phänomen, warum wir unseren Fußball immer noch so innig lieben.
Wer Fußball nach wissenschaftlichen Prinzipien spielen will ist früher oder später zum Scheitern verurteilt.
Unser Fußball muss wieder archaischer werden.
Auch wenn eine Viererkette per Computersimulation noch so klug agieren lernt. Einer, der um die Perfektion der Viererkette nichts weiß, wird durchkommen und das Tor machen.
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